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  • Autorenbildshagilou

Warum BARF?

Aktualisiert: 3. Nov. 2022



Die Vorfahren unserer Hunde waren Wölfe. Durch Domestikation und selektive Zucht des Menschen haben sich Erscheinungsbild, Wesen und Verhalten der Haushunde über die Jahrtausende verändert, die inneren Organe sind aber denen ihrer Vorfahren ziemlich gleich geblieben.


Industriell hergestelltes Fertigfutter gibt es ungefähr seit den 1960er Jahren. Der Zeitraum von damals bis heute ist zu kurz für einen Organismus um sich auf eine andere Ernährung umzustellen. Dies dauert tausende von Jahren. Der Gesundheitszustand unserer Hunde und Katzen hat sich seit der Verbreitung von Fertigfutter zu sehends verschlechtert. Sie leiden immer mehr an Krankheiten, Übergewicht, Allergien, Diabetes, Krebs usw.

Solche Erkrankungen kommen bei freilebenden, wilden Tieren so gut wie nicht vor.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Zusammensetzung und Herstellung von Fertigfutter. Die Zutaten entsprechen nicht den natürlichen Bedürfnissen von Hunden oder Katzen.

Der Hauptbestandteil der meisten Fertigfutter besteht aus pflanzlichen Rohstoffen, vor allem Getreide, welches für Hunde und Katzen nicht geeignet ist.

Es gibt eine Studie, die belegt, dass sich bei Hunden ein Enzym im Magen entwickelt hat, mit dem sie Kohlenhydrate verdauen können. Beim Wolf kommt dieses Enzym anscheinend nicht vor.

Dies bedeutet, dass Hunde Kohlenhydrate besser verdauen können als Wölfe. Es bedeutet aber nicht, dass ihr Futter zum Großteil daraus bestehen sollte.


Für Hunde und Katzen sollte der Hauptbestandteil des Futters tierischen Ursprungs sein. Beim Hund mindestens 70%, bei der Katze mindestens 90%. Beide gehören zu den Fleischfressern - Caniden, Carnivoren oder Karnivoren vom lateinischen "carnis - Fleisch" und "vorare - schlingen, gierig fressen".


Wolf und Wildkatze sind Raubtiere. Sie fressen ihre Beutetiere mitsamt Fell, Haut, Muskelfleisch, Knochen und inneren Organen.

Da der Wolf kein reiner Fleischfresser ist, braucht er auch Ballaststoffe und pflanzliche Nährstoffe, deshalb frisst er auch Obst, Kräuter, Beeren, Wurzeln und zum Teil den Mageninhalt seiner pflanzenfressenden Beutetiere.


Auch Insekten und Nagetiere stehen auf dem Speiseplan von Wolf und Wildkatze. Durch diese abwechslungsreiche Ernährung nehmen sie alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu sich.


Katzen sind Wüstentiere und auf Grund des Lebensraumes, aus dem sie stammen, brauchen sie weniger pflanzliche Nährstoffe und sind eigentlich reine Fleischfresser.

Sie müssen ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über ihre Beutetiere decken und, im Vergleich zu Hunden, trinken sie viel weniger.

Daher ist Trockenfutter für Katzen völlig ungeeignet, denn sie trinken deswegen nicht viel mehr, schon gar nicht die Menge, die sie bei einer Fütterung mit Trockenfutter trinken müssten. Das kann ein Grund sein warum viele Katzen an Nierenkrankheiten leiden.

Die Vorteile von BARF

Da du die Mahlzeiten selbst zusammen stellst, weißt du genau was dein Hund oder deine Katze in den Napf bekommt.

Du wählst selbst, welche Sorte Fleisch, wie viel Innereien, Fett, Knochen, welches Obst oder Gemüse, welche Zusätze usw du fütterst.

Vielleicht weißt du auch woher das Fleisch, Obst, Gemüse herkommt. Aus dem eigenen Garten, vom Markt oder vom Bauern in deiner Nähe.

Du kannst ganz auf die Vorlieben deines Tieres eingehen und ihm das servieren, was es gerne frisst und gut verträgt.


Vorallem für Allergiker, kranke, oder heikle Tiere kann man das Futter sehr gut an die jeweilgen Bedürfnisse anpassen.

Oft werden Allergien erst durch Fertigfutter verursacht. Ein Allergiker der zb laut Allergietest auf Rindfleisch allergisch ist, könnte durchaus nur auf Rind im Fertigfutter allergisch sein, hochwertiges, frisches Rindfleisch aber gut vertragen. Viele Fertigfutter beinhalten meist mehrere tierische Proteinquellen, also verschiedene Fleischsorten, die in der Deklaration nicht unbedingt angegeben werden müssen, wenn sie einen gewissen Grenzwert nicht überschreiten.

Das Gleiche gilt für Eiweißallergien. Natürliches hochwertiges Protein wird meist besser vertragen, als minderwertiges aus Nebenprodukten.

Viele Tiere sind auf Getreide allergisch, welches in fast allen Fertigfutterprodukten vorkommt.

Viele Tiere sind auf Futtermilben allergisch, die in jedem Trockenfutter vorkommen können.


Weniger anfällig für Parasiten und Krankheiten!

Durch hochwertige, frische Zutaten wird das Immunsystem gestärkt. Eine gute Verdauung und ein gesunder Darm sind für den allgemeinen Gesundheitszustand ausschlaggebend. Ein gesundes Darmmilieu macht es Parasiten schwer sich festzusetzen. Gebarfte Hunde und Katzen sind oft weniger interessant für Zecken und Flöhe. Mit natürlichen Zutaten kannst du die Parasitenabwehr unterstützen.


Gesunde kräftige Zähne!

Durch das Abnagen und Kauen von Knochen wird Zahnstein vorgebeugt und die Zähne und Knochen werden ausreichend mit Kalzium versorgt. Dein Hund hat keinen üblen Mundgeruch, da Zähne, Zahnfleisch, Magen und Darm gesund sind.


Da das Futter aus hochwertigen Zutaten besteht, die reich an natürlichen Nährstoffen sind, kann es besser aufgenommen und verwertet werden und die Kotmenge wird deutlich kleiner.


Welpen und Junghunde wachsen langsamer und gleichmäßiger. Vorallem für Hunde großer Rassen sehr wichtig!


Die Gefahr einer Magendrehung ist geringer, da das Futter im Magen nicht aufquillt, nicht so stark gärt und besser verdaut werden kann. Durch die Verdauung der Rohkost werden die Muskeln von Magen und Darm gestärkt und stabiler.


Das Fell wird weicher, dichter und glänzt. Ein deutlicher Unterschied zwischen Winter- und Sommerfell ist zu erkennen.


Die Nachteile von BARF

Gesundheitliche Probleme entstehen hauptsächlich dann, wenn man nicht abwechslungsreich füttert, die falschen Zutaten in der falschen Menge wählt oder nicht auf individuelle Bedürfnisse (Erkrankungen, Unverträglichkeiten,...) Rücksicht nimmt.


Die Natur hält das Beste bereit für uns und auf sie sollten wir hören!

Wir waren tausende von Jahren in der Lage uns und unsere Haustiere selbst ausgewogen zu ernähren und sind auch heute nicht auf vorgefertigtes, im Labor hergestelltes Essen oder Futter angewiesen

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