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  • Autorenbildshagilou

Die Umstellung auf BARF

Aktualisiert: 16. März 2022


Wie bei jeder Futterumstellung solltest du deinen Hund beobachten um zu sehen wie er das neue Futter annimmt und verträgt.


Für gesunde Hunde sollte eine plötzliche Umstellung kein Problem sein. Du kannst mit kleineren Portionen zwischendurch beginnen um heraus zu finden ob dein Hund rohes Fleisch verträgt und es ihm schmeckt.

Zur Umstellung eignet sich besonders gut helles mageres Fleisch wie Pute, Huhn oder Pferd.


Hat dein Hund noch nie rohe Knochen bekommen, empfiehlt es sich anfangs wenig und kleinere weichere Knochen zu geben. zb Hühnerhälse


Welpen können, sobald sie feste Nahrung zu sich nehmen, gebarft werden. Sie wachsen langsamer und gleichmäßiger, was vor allem bei großen Rassen sehr wichtig ist. Sie bekommen alle wichtigen Nährstoffe die sie für Wachstum und Entwicklung brauchen in natürlicher und gut verwertbarer Form, nämlich aus tierischen Nährstoffen.


Hat dein Hund schon jahrelang Fertigfutter bekommen, muß sein Magen erst "lernen" die neue Kost zu verdauen, dh. die richtige Menge an passenden Enzymen und Magensäure herzustellen.

Fertigfutter kann schwer- bzw unverdauliche Zutaten enthalten, die sich in den Darmzotten und im Gewebe ablagern. Wird der Hund nun auf BARF umgestellt, werden diese Zotten durch die natürliche Nahrung gereinigt und der Körper "entgiftet". Dies kann vorübergehend zu Durchfall, Verstopfung, Schleim im Kot, Erbrechen, Juckreiz, üblen Geruch oder vermehrter Bildung von Ohrenschmalz führen.

Lass dich davon nicht entmutigen, dein Hund wird es dir danken!

Mit natürlichen Zusätzen kannst du die Entgiftung unterstützen.

Es empfiehlt sich auch über ein paar Wochen eine natürliche Darmsanierung zu machen.

Sollten die Nebenwirkungen länger andauern oder sehr heftig ausfallen, solltest du einen Tierarzt aufsuchen der sich mit der Rohfütterung auskennt.


Frisches Fleisch, Obst und Gemüse riechen anders, nicht so intensiv wie Fertigfutter mit Geschmacksstoffen und auch die Konsistenz ist anders. Es kann sein, dass dein Hund das Rohfutter anfangs verweigert. Bleib hartnäckig und biete ihm das neue Futter immer wieder an.

Für etwas mehr Geschmack kannst du ungewürzte Fleischbrühe dazu mischen.


Bei Hunden mit Allergie oder chronisch kranken Hunden kann durch die Umstellung auf BARF oft eine wesentliche Besserung des Allgemeinzustandes auftreten.

Man kann besser auf die Bedürfnisse kranker Hunde eingehen, da man das Futter selber zusammen stellt und somit sicher sein, dass er nur das bekommt, was er verträgt. Hier sollte ein spezieller Ernährungs- und Umstellungsplan erstellt werden.


Oft werden Allergien durch Fertigfutter verursacht.

Ein Allergiker der zb laut Allergietest auf Rindfleisch allergisch ist, könnte durchaus nur auf "Rind" im Fertigfutter allergisch sein, richtiges natürliches Rindfleisch aber gut vertragen.

Viele Hunde sind auf Getreide allergisch, welches in fast allen Fertigfutterprodukten vorkommt.

Viele Hunde sind auf Futtermilben allergisch die praktisch in jedem Trockenfutter vorkommen, dieses Problem hast du beim Barfen nicht mehr!


Nicht jede einzelne Mahlzeit muss alles enthalten was ein Hund braucht um ausgewogen ernährt zu werden. Der Wolf in freier Natur oder wir selber nehmen auch nicht mit jeder Mahlzeit alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, etc. auf.

Die Ausgewogenheit sollte über einen Zeitraum von 3-4 Wochen stattfinden und wird am besten gewährleistet in dem man abwechslungsreich füttert, dh verschiedene Fleisch- Gemüse- und Obstsorten, verschiedene Öle und hin und wieder natürliche Zusätze wie zb Kräuter, Algen, Honig, Eidotter, Hüttenkäse, Hagebuttenpulver, usw.


Gerade für Katzen die reine Carnivoren (Fleischfresser) sind, ist die Rohfleischfütterung sehr gesund. Trockenfutter hingegen ist gar nicht zu empfehlen. Katzen nehmen Flüssigkeit hauptsächlich über ihre Nahrung auf und trinken weniger Wasser als zb Hunde. Wenn sie Trockenfutter bekommen, trinken sie deswegen nicht unbedingt mehr. Katzen leiden oft an Nierenerkrankungen da sie eben zu wenig Flüssigkeit über die Nahrung aufnehmen.

Auch das Getreide im Fertigfutter ist Auslöser vieler Krankheiten bei Katzen.

Es ist etwas schwieriger Katzen auf BARF um zu stellen. Vor allem wenn sie Fertigfutter gewohnt sind, weil rohes Fleisch nicht so intensiv riecht. Hier ist Geduld und Einfallsreichtum gefragt.

Katzen sollten nicht länger als 1 Tag fasten, da Nierenversagen durch die fehlende Flüssigkeitszufuhr droht.


Generell gilt: Beobachte deinen Hund/deine Katze! Was bekommt ihm/ihr? Was verträgt er/sie nicht so gut? Was schmeckt ihm/ihr? Schlingt er/sie oder kaut er/sie ordentlich?

So kannst du nach einigen Wochen feststellen wie die BARF-Menüs zusammen gestellt werden sollten.


Sollte dein Hund wirklich Probleme bei der Umstellung haben die länger andauern, solltest du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen, der sich mit der Rohernährung auskennt.


Jeder Hund ist anders, daher müssen die Tipps die ich hier gebe auch nicht auf alle Hunde gleich zu treffen! Du kennst deinen Hund am besten und weißt was gut für ihn ist - beobachte ihn!


Möchtest du mehr zumThema "BARF", die Umstellung, Alternativen oder dich allgemein über Ernährung und Hundefutter informieren, kannst du gerne ein Beratungsgespräch buchen.


Foto: internet

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